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Erziehungs- und Familienberatung - EFB

Aktuelle Infos

Die Erziehungs- und Familienberatung im Informations- und Beratungszentrum für Kinder, Jugendliche und Eltern bietet gerne wieder persönliche Beratungsgespräche an. Diese finden selbstverständlich mit Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln statt.


Zutritt für Bürgerinnen und Bürger nach vorheriger Terminvereinbarung (Ausnahmen bei dringenden Angelegenheiten möglich), Beachtung der Hygieneregeln, mindestens mit einer medizinischen Maske (OP-Maske), eine FFP2 Maske wird dringend empfohlen.


Die Beratungsgespräche können unter 02271-89111 telefonisch vereinbart werden. 


Weitere Beratungsangebote finden Sie unter:

Wie erkläre ich meinem Kind den Krieg?

Telefonische Sprechstunde der Erziehungs-und Familienberatung im Informations- und Beratungszentrum für Kinder, Jugendliche & Eltern der Kreisstadt


Jeden Donnerstag, 11:00-12:00 unter 02271 89 111


Sorgen, Nöte, Krisen – das wollen Eltern von ihren Kindern fernhalten, um ihnen nicht die Unbeschwertheit zu nehmen und sie nicht zu belasten. Aber Kinder haben sehr feine Antennen und spüren schnell, wenn Erwachsene besorgt sind. Corona ist noch lange nicht besiegt. Und schon müssen unsere Kinder die nächste Krise verarbeiten. Dabei ist die kindliche Psyche bereits durch die Pandemie belastet. Nun hat Russland, die Ukraine angegriffen. Der Krieg geht auch an unseren Kindern nicht vorbei. Kinder spüren, dass etwas nicht stimmt, und dass möglicherweise Schlimmeres passieren könnte. Viele Eltern fragen sich darum derzeit, ob überhaupt und wie sie ihrem Kind die mögliche Bedrohung erklären können. Auch wenn die ganz Kleinen noch gar nicht wissen, was das alles bedeutet, brauchen sie Antworten, Begleitung und Sicherheit in einer für sie bedrohlichen Situation. Herausfordernd für Eltern und Erwachsene ist derzeit, dass sie selbst Ängste, Sorgen und Unsicherheiten durch das Kriegsgeschehen erleben und gleichzeitig hier für ihre Kinder wichtiger Ansprechpartner und Begleitung sind. Zusammen über gemeinsame Sorgen und Ängste sprechen kann hilfreich sein.


Dabei ist die Art und Weise des Gespräches über das Kriegsgeschehen von verschiedenen Faktoren abhängig, z.B. dem Entwicklungsstand und der Reife des Kindes oder dem Alter des Kindes. 12-jährige und Ältere haben Zugang zu den sozialen Medien und sind mit ihren Freund*innen im Kontakt. So hat diese Altersgruppe ein breiteres Wissen über das Geschehen und / oder wird mit erschreckenden Bildern konfrontiert. Auch hier spielt die individuelle Medienkompetenz der betroffenen Kinder eine wichtige Rolle.


Grundsätzlich ist eine gesprächsoffene Haltung von Eltern und Erwachsenen für dieses Thema eine sehr gute Ausgansbasis, damit sich Kinder mit ihren Sorgen und Gedanken anvertrauen und öffnen können. Umgekehrt haben Kinder ein gutes Gespür für die Gefühlsstimmung ihrer Eltern.
Eltern können genau hinhorchen, was das Kind erzählt und welche Signale es sendet. Versuchen Sie dem Kind Sicherheit und Ruhe zu vermitteln, damit es keine Angst entwickelt.

Was können sie ihrem Kind konkret antworten:

Menschen können so schlimm über verschiedenen Meinungen streiten, dass Worte allein nicht mehr ausreichen. Sie sind nur noch ganz wütend, und es kann ein Kampf und ein Krieg in einem Land entstehen.


• In einem Krieg leiden auch unschuldige Menschen, wie Mamas, Papas und Kinder. Die Häuser werden oft zerstört und sie müssen in andere Länder flüchten. In einem Krieg sterben viele Menschen. Es gibt aber auch ganz viel Bereitschaft einander zu helfen und sich in dieser Notlage gemeinsam zu unterstützen.


• Ein Anführer eines Landes entscheidet bewusst, dass es Krieg gibt, weil er nur so das bekommt, was er will. Er möchte, dass ihm ein anderes Land gehört und über die Menschen dort bestimmen. Das hofft er durch Gewalt und Kämpfen zu erreichen.


• Andere Länder versuchen den Menschen, dort wo es Krieg gibt, zu helfen. Und sie versuchen mit dem Kriegsanführer zu sprechen, zu verhandeln, damit kein Krieg mehr ist. Das kann sehr lange dauern, viele Tage, Wochen und sogar Jahre, bis sich die Länder wieder vertragen.


Egal, wie alt Ihr Kind auch ist, versuchen Sie ihm stets zu vermitteln, dass Sie an seiner Seite sind.


Zusammen können sie telefonisch mit der Beraterin überlegen, was ihr Kind jetzt braucht und wie sie ihr Kind unterstützen können. Die telefonische Beratung ist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht.

Infos zum Umgang mit Krieg

Das Angebot richtet sich an Eltern, Jugendliche  und Kinder, die unter akuten oder bereits länger anhaltenden Problemen, Konflikten oder Belastungen leiden. Auch Personen, die nicht innerhalb der Familie leben, bieten wir in Erziehungsfragen Informationen und Hilfe.

Erziehungs- und Familienberatung ist sinnvoll bei:

  • Fragen zu Erziehung und Erziehungsschwierigkeiten
  • Konflikten zwischen Eltern und Kindern
  • Verhaltensproblemen in der Kindertagesstätte und Schule, emotionalen Problemen (z.B. Ängsten und Depressionen)
  • sozialen Schwierigkeiten (z.B. Kontaktproblemen, Aggressivität, Mobbing) 
  • psychosomatischen Beschwerden (z.B. Einnässen, Einkoten, Essstörungen)
  • Verlust und Trauer
  • sexuellem Missbrauch
  • Gewalt in der Familie
  • Problemen in der elterlichen Paarbeziehung
  • Trennung der Eltern
  • neu zusammengesetzten Familien, z.B. Pflege- und Stieffamilien

Ziel der Erziehungs- und Familienberatung

Wir wollen Familien oder Einzelpersonen bei der Klärung und Bewältigung ihrer Probleme unterstützen und ihnen dabei helfen, eigene Lösungswege zu finden.

Unsere Hilfe ist kostenfrei und selbstverständlich vertraulich!

Spezialisierte Beratung bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und junge Volljährige

Seit dem 01.01.2022 hat die Kreisstadt Bergheim im Rahmen der Förderung des Landes NRW eine spezialisierte Beratungsstelle bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und junge Volljährige Menschen (nachfolgend junge Menschen) eingerichtet.


Dabei wird unter sexualisierter Gewalt „jede Handlung [verstanden], die an, mit oder vor Kindern und Jugendlichen gegen deren Willen vorgenommen wird oder der sie aufgrund körperlicher, seelischer, geistiger oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen können.“ (UBSKM, Stand 2022)


Leider ist sexualisierte Gewalt gegen junge Menschen kein Einzelfall. In den meisten Fällen findet sie innerhalb der Familie oder im nahen sozialen Umfeld der Betroffenen statt, wobei auch andere alltägliche Situationen als Tatkontexte denkbar sind. Sexualisierte Gewalt fängt nicht erst mit einem sexuellen Übergriff oder sexuellem Missbrauch an. Auch grenzverletzendes Verhalten kann bei betroffenen jungen Menschen zu einer großen Belastung führen.


Die Angebote unserer Beratungsstelle richten sich an Betroffene, Bezugspersonen von Betroffenen sowie Fachkräfte. Ziel der Beratungsstelle ist es, Betroffenen und Bezugspersonen Schutz und Sicherheit vor weiterer sexualisierter Gewalt zu bieten und gleichzeitig durch Aufklärungsarbeit zur Prävention von sexualisierter Gewalt beizutragen.

Für Betroffene und ihre Bezugspersonen

Sexualisierte Gewalt kommt in nahezu allen Lebensbereichen vor: im realen Leben und in sozialen Medien, zu Hause und in der Öffentlichkeit, in der Schule und am Arbeitsplatz und ist unabhängig vom sozialen Status, der Herkunft oder Äußerlichkeiten. Der häufigste Tatkontext ist die Familie und das nahe soziale Umfeld der Betroffenen. Die Folge ist, dass der oder die Betroffene aufgrund fehlender Distanz in einer Macht- und Abhängigkeitsstruktur zum Täter oder zur Täterin stehen kann, die es ihm oder ihr schwermachen, sich zu lösen und Hilfe zu holen.


Bei den Betroffenen entsteht oftmals ein hoher Leidensdruck, da die Erfahrung der sexualisierten Gewalt mit Scham oder Schuldgefühlen behaftet sein kann. Gleichzeitig kann das Gefühl aufkommen sich niemandem anvertrauen zu können oder zur vom Täter oder von der Täterin geforderten Geheimhaltung verpflichtet zu sein.


Auch Angehörige, Freunde und Freundinnen oder Fachkräfte im Umfeld des jungen Menschen können unter einer Vermutung und fehlender Hilfsmöglichkeiten leiden.


Daher möchten wir Betroffenen die Möglichkeit geben, in ihrem Tempo und einem vertraulichen, urteilsfreien Rahmen über ihre Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt zu sprechen. In individuellen Beratungsgespräche bieten wir Hilfen zur Bewältigung der Situation an und schauen im Einzelfall, wie wir die Ressourcen und Grenzen des betroffenen jungen Menschen stärken können. Gleichzeitig erhalten auch Bezugspersonen in unserer Beratungsstelle Unterstützung zum Umgang mit der besonderen Situation und zur Stärkung des Kindes.


Unser Beratungsangebot richtet sich daher an alle Kinder, Jugendliche und junge Volljährige bis einschließlich 26 Jahre, an Eltern, Geschwister, Freunde und Freundinnen sowie weitere Bezugspersonen, die das Gefühl haben, eine Ansprechpartnerin in Bezug auf sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu benötigen.


Unser Beratungsangebot und die Kontaktaufnahme können auch anonym erfolgen.


Ein Beratungsgespräch kann unter 02271-89 862 bei Clara Pult vereinbart werden.

Fachkräfte und Prävention

Für Fachkräfte bieten wir eine Fachberatung für sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche an. Sollte es in Ihrer Einrichtung die Vermutung geben, dass ein junger Mensch sexualisierte Gewalt erlebt hat oder die Vermutung sich bereits bestätigt haben, können Sie sich vertrauensvoll an uns wenden. Wir schauen gemeinsam, wie wir dem oder der Betroffenen helfen können und wie Sie bestmöglich mit der Situation umgehen können.


Darüber hinaus möchten wir mit Informationsvorträgen zu sexualisierter Gewalt und sexueller Selbstbestimmung in pädagogischen Einrichtungen zur Prävention beitragen. Diese richten sich sowohl an die Fachkräfte und die Erziehungsberechtigten als auch an die jungen Menschen selbst. Die Wissensvermittlung zu den Themen sexualisierter Gewalt, sexueller Selbstbestimmung und einer präventiven Erziehungshaltung verstehen wir als zentrale Schlüssel zur Prävention sexualisierter Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und junge Volljährige.

Kontaktinformationen

IBZ – Informations- und Beratungszentrum für Kinder, Jugendliche und Eltern - 
Spezialisierte Beratung bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche


Ansprechpartnerin: Clara Pult
Mail: clara.pult@bergheim.de
Tel.: 02271- 89 862


Dienstgebäude:
Bergstraße 6
50126 Bergheim


Telefonische Sprechzeiten:

Jeden Montag von 08:30 Uhr bis 10:00 Uhr.


In dringenden Fällen außerhalb der Sprechzeiten wenden Sie sich bitte an das Sekretariat des IBZ unter 02271- 89 111.


Infoflyer: ... folgt in Kürze ...

Weiterführende Informationen und Anlaufstellen

Informationen rund um das Thema sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche: www.kein-kind-alleine-lassen.de


Hilfetelefon sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530 (kostenlos und anonym), für Betroffene und Angehörige


Hilfe-Portal sexueller Missbrauch: Online-Beratung unter N.I.N.A. e.V. - Online-Beratung (hilfe-telefon-missbrauch.online)


Nummer gegen Kummer: 116 111 (kostenlos und anonym für Kinder), 0800 111 0 550 (für Eltern)


Hinweistelefon der Landes NRW für sexuellen Missbrauch oder Kinderpornographie: 0800 0 431 431

Unser Fachteam

Vorname Name

Funktion

Tel.-Nummer

Fax-Nummer

Raum

Johannes Maier

Abteilungsleitung

02271 89 520

02271 89 71 520

1.28

Marisa Zitzmann-Bintz

Sachgebietsleitung IV

02271 89 126

02271 8971126

1.17

Sharon Fischer

EFB IV

02271 89 113

02271 8971113

1.11

Jessica Ehlen

EFB IV

02271 89 127

02271 8971127

1.14

Ira Schünemann

EFB IV

02271 89 702

02271 8971702

1.12

Monika Zadon

EFB IV

02271 89 138

02271 8971138

1.13

Clara Pult

EFB IV - spezialisierte Beratung

02271 89 862

02271 89 71 862

1.13