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Lärmschutzmaßnahme in Bergheim- Oberaußem

Im Jahr 1980 wurde im Rahmen der Aufstellung des „Bebauungsplanes 122/OA“ im Bereich der angrenzenden Grundstücke „Am Lapprath 14 – 42“ sowie am „Kölner Hohlweg“ in Bergheim- Oberaußem die Errichtung einer Lärmschutzmaßnahme festgesetzt.

Bereits im Haushalt 2017 / 2018 waren Haushaltsmittel für die Errichtung einer Lärmschutzwand veranschlagt, die Stadtwerke Bergheim GmbH wurde daraufhin mit der Planung und dem Bau der Lärmschutzwand beauftragt.

Im Frühjahr 2017 begann die Stadtwerke Bergheim GmbH mit der Erarbeitung der Grundlagen. Um die Lärm- und Verkehrsbelastungen vor Ort zu ermitteln, wurden u. a. Verkehrszählungen durchgeführt und ein Ingenieurbüro für Akustik wurde zur Werteermittlung- und auswertung beauftragt.

Der Entwurf einer ersten Ausbauplanung sah vor, eine – zum Teil bis zu 7 Meter hohe – Lärmschutzwand entlang des Kölner Hohlweges in Bergheim-Oberaußem im Bereich der Grundstücke Am Lapprath 14 bis 42 zu errichten. Bei dem Bau der Lärmschutzwand handelte es sich nach der damaligen Konzeption um eine erschließungsbeitragspflichtige Maßnahme mit der Konsequenz, dass erhebliche Anteile der Herstellungskosten auf eine vergleichsweise geringe Anzahl von Anliegern hätten verteilt werden müssen. Stadtverwaltung und Stadtwerke Bergheim GmbH haben sich daher dafür entschieden, nach anderen wirksamen Lärmschutzalternativen zu suchen.

Die notwendigen Haushaltsmittel in Höhe von 350.000 Euro wurden daher in dem vom Rat der Kreisstadt Bergheim am 08.04.2019 verabschiedeten Haushalt 2019/2020 neu veranschlagt und mit einem Sperrvermerk versehen. Der Ausschuss für Feuerwehr und städtische Dienste des Rates der Kreisstadt Bergheim wird sich am 08.05.2019 mit der Errichtung der Lärmschutzeinrichtung am Kölner Hohlweg beschäftigen. Stadtverwaltung und Stadtwerke Bergheim GmbH schlagen die Aufhebung des Sperrvermerkes vor.

Das Ziel, die Lärmschutzeinrichtung so zu erstellen, dass die konkret betroffenen Anlieger eine deutliche Lärmminderung erfahren und zugleich keine Erschließungsbeitragsverpflichtungen nach dem Baugesetzbuch mit im Einzelfall erheblichen finanziellen Belastungen ausgelöst werden, kann nach der von der Stadtwerke Bergheim GmbH überarbeiteten Ausbauplanung erreicht werden.

Aus diesem Grunde wurde eine Ausführung gewählt, die eine Verbesserung für jedes Grundstück von 3 dB (Dezibel) nicht überschreitet. Als Berechnungsgrundlage wurden aktuelle Verkehrszählungen und Schallemissionsmessungen durchgeführt. Aufgrund der topografischen Situation ergeben sich selbst bei diesen Randbedingungen Anlagehöhen von bis zu fast fünf Metern.

Gemäß der Darstellung im Bebauungsplan schließt die Lärmschutzanlage unmittelbar an die Grundstücksgrenzen an. In diesem Bereich befindet sich derzeit ein Rad- / Fußweg, welcher den Stichweg auf Höhe „Am Lapprath 42“ mit dem Kreisverkehr verbindet.

Danach schließt sich die Böschung zur L 93 mit Alleenbaumbestand an, welcher dem Landesbetrieb Straßen NRW gehört und nicht verändert werden darf. Aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse muss der Fußweg im Bereich zwischen „Am Lapprath 42“ und „Am Lapprath 18“ nach der Errichtung der Lärmschutzanlage aufgegeben werden.

Die durchgängige Rad- / Fußwegverbindung zwischen Glessen und Oberaußem befindet sich allerdings auf der anderen Straßenseite der L 93.

Die Verwaltung hat Verständnis für den Wunsch, die Rad- / Fußwege in dem o.g. Bereich beidseitig zu erhalten. Dieses Ansinnen muss aber bei den berechtigen Interessen der unmittelbaren Anlieger nach einer spürbaren Lärmminderung hintenangestellt werden.

Auskunft erteilt:

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation, Bürgerbeteiligung

Christina Conen

Telefon: 02271- 89 651

E- Mail: christina.conen@bergheim.de

Fachauskunft erteilt:

Fachbereich Finanzen – Abteilung Steuern, Grundbesitzabgaben und Erschließung

Hans-Ulrich Lindenlauf (Fachbereichsleiter)

Telefon: 02271 / 89 476

E-Mail: ulrich.lindenlauf@bergheim.de

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