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Auf den Vorfall in der Kentener Heide folgen weitere umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen zur Verbesserung der Situation

Nach dem Vorfall am vergangenen Wochenende in der Kentener Heide, bei dem es infolge eines
Raubdeliktes zu schweren Auseinandersetzungen und Verletzungen mehrerer Personen und zu einem
notwendigen Aufgebot von Polizei- und Rettungskräften kam, ergreift die Kreisstadt Bergheim
weitere, umfangreiche kurz- und langfristige Sicherheitsmaßnahmen.

„Gegenüber solchen Gewaltausschreitungen, wie sie am vergangenen Wochenende an der Kentener
Heide wiederholt aufgetreten sind, greifen wir mit allen erforderlichen und möglichen Mitteln durch,
um dem entgegenzuwirken und die Situation vor Ort zu verbessern. Bereits im letzten Jahr habe ich
mir die Obdachlosenunterkunft in der Kentener Heide angeschaut und daraufhin wurden umfangreiche Sicherheits- und Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt. Dazu gehören u. a. die Festanstellung einer Sozialarbeiterin vor Ort, die intensive Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle SKM und anderen Einrichtungen, die Bestreifung des Objekts durch einen Sicherheitsdienst sowie die Erstellung eines Obdachlosenkonzeptes zur langfristigen Vorgehensweise zur Reduzierung und Entzerrung der Obdachlosigkeit in Bergheim. Nach dem Vorfall am Wochenende wurde zudem eine Arbeitsgruppe aus den Fachabteilungen der Kreisstadt, der Polizei und der Ordnungsbehörde gegründet, die weitere Sicherheitsmaßnahmen prüft und alsbald möglich, umsetzen wird. Eine Sofortmaßnahme, die ich umgehend in die Wege geleitet habe, ist ein Wachdienst, der sich bis auf weiteres nachts an der Kentener Heide aufhält“ so Bürgermeister Volker Mießeler“.

Die Kreisstadt Bergheim verfügt zur Unterbringung obdachloser Personen unter anderem über drei
Doppelhäuser in Bergheim-Kenten, Kentener Heide 17-27. Die Sozialstruktur der dort wohnenden
Menschen (zumeist alleinstehende Männer verschiedener Nationalitäten, Familien aus Rumänien)
ist hochproblematisch und die Kreisstadt Bergheim verfolgt bereits seit einiger Zeit nachdrücklich
das Ziel, ein sozial angepasstes Verhalten der Bewohner zu erreichen. Alkohol- und Drogenabhängigkeit sind hierbei weitere erkannte Problemlagen. Vandalismus und mutwilliges Zerstören von Mobiliar sind trotzdem kaum zu verhindern. Kriminelle Machenschaften werden regelmäßig zur Anzeige gebracht. Auf die Beschwerden der Anwohner über das Nichteinhalten der Nachtruhe und Vermüllung des Geländes wurde ebenfalls sofort reagiert. Auf eine rund-um-die-Uhr-Überwachung der Unterkünfte wurde aber bisher verzichtet. Hier sollte zunächst eine regelmäßig unregelmäßige Bestreifung durch eine Sicherheitsfirma abends ab 21:00 Uhr und an den Wochenenden deeskalierend auf das Verhalten der Bewohner einwirken. Hier wird jetzt die Gangart durch die nächtliche Überwachung verschärft.

Ergänzend hierzu unterhält seit dem 01.05.2020 der SKM Rhein-Erft-Kreis eine Beratungsstelle
innerhalb des Standortes Kentener Heide im Gebäude Kentner Heide 17. Die sozialarbeiterische
Tätigkeit des SKM hat zur Aufgabe, wohnfähige Personen bzw. Personen, die an der Verbesserung
ihrer Situation interessiert sind, zu unterstützen und zu motivieren unterstützende Maßnahmen wie
Schuldner- und Drogenberatungsstellen in Anspruch zu nehmen.

Der SKM Rhein-Erft-Kreis betreibt zudem eine Fachstelle Wohnungslosenhilfe in Bergheim,
Hauptstr. 61. Die Beratungsstelle richtet sich an Personen in besonderen sozialen Schwierigkeiten
für den Bereich Bergheim, Bedburg und Elsdorf. Daneben erfolgt die vorbeugende Obdachlosenarbeit
durch präventive Maßnahmen zur Abwehr der Gefahr des drohenden Wohnungsverlustes durch
darlehensweise Übernahme von Mietrückständen, Kautionen oder Vermittlung einer geeigneten
neuen Wohnung.

Auskunft erteilt:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation, Bürgerbeteiligung
Christina Conen
Telefon: 02271-89651
E-Mail: christina.conen@bergheim.de
Homepage: www.bergheim.de


Fachauskunft erteilt:
Rats- und Bürgermeisterbüro
Rolf Nellen
Telefon: 02271- 89 222
E-Mail: rolf.nellen@bergheim.de

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