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"Finkenmoor" - spannende Lesung zum Welttag des Buches 2013

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„Wir feiern das Lesen - feiern Sie mit!" - Unter diesem Motto feierten am 23. April zahlreiche Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte in ganz Deutschland den UNESCO-Welttag des Buches mit zahlreichen Aktionen. Gemeinsam hatten auch die Stadtbibliothek Bergheim und das Anton-Heinen-Haus an diesem Tag zu einer spannenden Lesung geladen.
Zwei Kinder verschwinden an einem düsteren Novembertag spurlos. Das Verbrechen schockiert die ganze Region. Als der Täter endlich gefasst wird, sind die betroffenen Familien fassungslos über das milde Urteil. Nach Jahren voller Verzweiflung, Wut und Schuldzuweisungen nimmt allmählich ein neuer Gedanke von den Hinterbliebenen Besitz: Rache. Als der Täter das Gefängnis verlässt, hat er nicht die geringste Ahnung, was ihn erwartet. Aber auch die Angehörigen wissen nicht, worauf sie sich einlassen. Denn die Jäger werden zu Gejagten, und ein erbitterter Kampf um Leben und Tod beginnt ...
Keine leichte Kost, sollte man meinen. Doch die Autorin lockert die Stimmung während ihres Vortrags immer wieder auf und bringt ihre Zuhörer trotz aller Spannung hier und da auch mal zum Lachen.
Myriane Angelowski, geboren 1963 in Köln, zeichnet in ihrem Krimi „Finkenmoor" ihre Figuren so plastisch und realitätsnah, dass man als Leser ständig zwischen Verstehen, Mitleid, Wut und Ekel hin- und hergerissen ist. Erfahrungen aus ihrer Arbeit mit Gewaltopfern lässt die studierte Sozialarbeiterin noch heute in ihre Romane mit einfließen. Anders als ihre bisherigen Romane spielt „Finkenmoor" nicht in Köln, sondern in Cuxhaven. Sie hat intensiv vor Ort recherchiert und sich von der Landschaft dort, der Einsamkeit des Wernerwalds und dem titelgebenden düsteren Moorgebiet zu ihrer Geschichte inspirieren lassen.
Sie habe Spaß an der Begegnung mit dem Publikum und dessen Reaktion bei ihren Lesungen, sagt sie. „Es ist die einzige Möglichkeit, eine Szene so darzustellen, wie ich sie mir vorstelle." An diesem Abend überrascht sie das Publikum z.b. mit den unheimlichen Klängen einer Spieluhr, die auch im Roman eine große Rolle spielt. Auch einen besonderen „Gast" - wie entsprungen aus ihrem Buch: Jamie, eine so genannte „Reborn" Babypuppe - hat sie mitgebracht. Beherzte Zuhörer nehmen Jamie während der Pause auf den Arm, bestaunen das flaumige Echthaar und die realistischen Gesichtszüge.
Am Ende der Veranstaltung signiert die Autorin ihre Bücher und berichtet von Ihrem in kürze erscheinenden 3. Köln-Krimi „Blutlinien".

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