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Klimalöwe 2013 - Bergheim macht sich stark

Auch 2013 haben sich Menschen für den Klimaschutz in Bergheim engagiert. Um dieses Engagement zu würdigen, lud die Bürgermeisterin wieder in das Trauzimmer des Rathauses ein.
Die erste Preisträgerin ist die Wohnungseigentümergemeinschaft der Häuser 36 bis 39 im Wohnpark Ahe. Dort wurde ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von (5,5 kW/h) installiert. Dieses BHKW läuft parallel zur Erdgasheizung und liefert seit März 2013 die Grundlast des Heizwärmebedarfs der jeweiligen Häuser. Der gleichzeitig produzierte Strom wird teilweise selbst verbraucht für die Nutzung eines Aufzugs und die Beleuchtung und Belüftung der Tiefgarage. Zukünftig sollen zusätzlich die Beleuchtung der Treppenhäuser sowie die Umwälzpumpen der Heizung mit dem selbst produzierten Strom versorgt werden. Der Strom, der nicht gebraucht wird, wird ins Netz eingespeist und derzeit mit 5,41cent pro KW/h vergütet.
Bei der Anschaffung des BHKW haben hauptsächlich Fragen der Energieeffizienz und des Umweltschutzes eine Rolle gespielt. Der Wirkungsgrad der Heizung, die gleichzeitig Strom produziert, liegt bei über 90%. Dadurch wird im Vergleich zu einer konventionellen Anlage fast 50% weniger Energie benötigt. Zusätzlich spart das BHKW pro Betriebsstunde 1,9 kg CO2 gegenüber der getrennten Erzeugung von Strom und Heizwärme. Bei einem hochgerechneten Betrieb von 11 Monaten im Jahr summiert sich die CO2 Einsparung auf rund 1,5 Tonnen.
„Dies sei zwar nur ein kleiner Beitrag zum Klimaschutz" so der Initiator des Projekts Markus Meffert, aber er geht davon aus, dass das Beispiel Schule macht. Es kann ohne Frage als ein positiver Beitrag zum Klimaschutz in Bergheim angesehen werden.
Der zweite Preisträger des Klimaschutzpreises ist der Fliestedener Uwe Böcker. Der 54 jährige Familienvater hat als diesjähriger Bergheimer Stadtradler-Star 3 Wochen komplett auf sein Auto verzichtet. Er ist im dreiwöchigen Aktionszeitraum stolze 2.156 km geradelt und hat damit 310,5 kg CO2 eingespart. Damit ist er bundesweit auf Platz zwei gelandet. Uwe Böcker radelt auch ohne Wettbewerb täglich 60 km dienstlich und ist auch privat ein leidenschaftlicher Radler. In den letzten 18 Jahren ist er über 211.000 km klimafreundlich mit dem Rad unterwegs gewesen und hat damit über 30 Tonnen CO2 vermieden. In diesem Jahr waren es bisher 16.900 km (seine bisherige Bestleistung). Der Fliestedener hat bereits gemeinsam mit seiner Frau Lioba fünfmal die Alpen durchquert, sogar einmal mit Kinderanhänger.
Die dritte Preisträgerin ist eine Schülergruppe der Gesamtschule Bergheim mit dem Projekt: „Erstellung eines Wärmekataster der Gesamtschule". Sven Janke, Benedict Wolff und José Krohn aus der Jahrgangsstufe 13, die bereits 2011 den Klimaschutzpreis der Kreisstadt für den Bau einer Solartankstelle erhielten, haben gemeinsam mit Schülern des Wahlpflichtkurses Technik der Klasse 9, Gianluka Zabatta, Leon Winter und Ramon Sauerland, ein Wärmekataster der Gesamtschule ausgearbeitet. Gemeinsam mit ihrem Techniklehrer Hans-Günther Vogel haben sie in einer kalten Januarnacht Thermografieaufnahmen aller Außenfassaden der Schule gemacht. Das Schulprojekt wurde im Rahmen des RWE-Wettbewerbs „Energie mit Köpfchen" durchgeführt. Die aufwändige Projektmappe wurde der Bürgermeisterin bereits Ende Juni überreicht und kann das städtische Gebäudemanagement bei der Auswertung energetische Schwachstellen unterstützen
Die Bürgermeisterin freut sich über das Engagement der Schüler. „Es ist absolut vorbildlich, wie ihr euch - ausschließlich in eurer Freizeit - für Fragen der Energieeffizienz und des Klimaschutzes einsetzt und vor allem, dass ihr im Sinne der Nachhaltigkeit handelt und euch schon jetzt Nachfolger aus der 9. Klasse gesucht habt, die euer Engagement fortsetzen."
Die Schüler kamen zu dem Ergebnis, dass eine Gebäudethermografie nur ein erster sinnvoller Schritt sein kann, um die Energieeffizienz eines Gebäudes zu prüfen und vorhandene Schwachstellen sichtbar zu machen. Darüber hinaus müssen noch Experten zu Rate gezogen werden. „Die Gesamtschule ist energetisch auf einem relativ guten Stand", so Sven Janke. Das Gebäudemanagement möchte die Erkenntnisse der Schüler nutzen und in die Planung zukünftiger Sanierungsmaßnahmen einfließen lassen.

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