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Energietipp Dezember

Vom 9. Dezember 2013 bis Ende Februar 2014 können sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen auf Veranstaltungen und bei einer Online-Beteiligung an der Erstellung des NRW-Klimaschutzplans beteiligen. „Mit der zweiten Phase des NRW-Klimaschutzplans rücken wir die Öffentlichkeitsbeteiligung in den Mittelpunkt. Ich rufe daher alle Menschen in NRW dazu auf, sich zu den Maßnahmenvorschlägen zu äußern, die Expertinnen und Experten in den vergangenen Monaten zu den Themen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung erarbeitet haben", sagte Landesumweltminister Remmel. Jede und jeder in NRW solle die Chance haben, die Klimaschutzpolitik des Landes aktiv mitzugestalten. Der Klimawandel und seine Folgen sind in NRW längst vor der eigenen Haustür spürbar. In Zukunft werden sich vermehrte Überschwemmungen, Starkregentage und Hitzewellen noch stärker auf die Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen auswirken Das zeigen nicht zuletzt Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Demnach drohen NRW bis 2050 Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe, sollte der Klimawandel ungebremst weiter gehen und keine Klimaschutz-maßnahmen ergriffen werden.
Die Landesregierung hat frühzeitig gehandelt und im Januar 2013 ein Klimaschutzgesetz mit ehrgeizigen Zielsetzungen verabschiedet: Bis 2020 soll die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen in NRW gegenüber dem Niveau von 1990 um mindestens 25 Prozent reduziert werden, bis 2050 um mindestens 80 Prozent. Das Klimaschutzgesetz ist das erste Gesetz in der Geschichte der Bundesrepublik, das verbindliche Minderungsziele für Treibhausgase festschreibt. Bundesweit nimmt NRW damit eine Vorreiterrolle im Klimaschutz ein.
Ein Zentrales Instrument der neuen Klimaschutzpolitik ist der NRW-Klimaschutzplan. Dieser legt konkrete Einzelmaßnahmen zu Klimaschutz und Klimafolgenanpassung fest, mit denen die verbindlichen Klimaschutz-ziele erreicht werden sollen. Der Klimaschutzplan wird zurzeit in einem der größten Dialog- und Beteiligungs-verfahren der Bundesrepublik Deutschland erarbeitet. Mehr als 400 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft haben über mehrere Monate rund 360 Maßnahmenvorschläge entwickelt, wie die Klimaschutzziele Nordrhein-Westfalens realisiert werden können und wie sich das Land möglichst frühzeitig und vorausschauend an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels anpassen kann. Der aktuelle Stand der Arbeiten wurde in der letzten Woche auf dem ersten NRW-Klimakongress in Wuppertal präsentiert.
Jetzt beginnt Phase II des Klimaschutzplans: Die Online-Beteiligung ermöglicht allen Bürgerinnen und Bürgern in NRW, an der Erstellung des Klimaschutzplans mitzuwirken und bis zum 21. Februar 2014 ausgewählte Maßnahmenvorschläge für den Klimaschutzplan zu kommentieren. Minister Remmel: „Eine richtungsweisende Klimaschutzpolitik ist nur dann sinnvoll, wenn sie von der Gesellschaft getragen wird und wirtschaftlich sowie sozialverträglich gestaltet ist. Deshalb ist es mir besonders wichtig, den Prozess transparent zu gestalten und auch die Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen zu lassen. Denn nur wenn wir die gesamte Öffentlichkeit einbeziehen, kann der Klimaschutzplan ein Gemeinschaftswerk werden - ein Klimaschutzplan von allen für alle!" Dies Kreisstadt Bergheim beabsichtigt, sich ebenfalls am Klimaschutzplan zu beteiligen. Interessierte finden alle notwendigen Informationen unter: http://www.klimaschutz.nrw.de/mitmachen/online-beteiligung/.

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