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Fällung von acht Spitzahornen auf der alten Landtraße in Bergheim - Niederaußem

Beim Pfingststurm Ela 2014 wurde ein neunter Baum umgeweht und hat an einem Fahrzeug, wie auch an einem Wohnhaus Schaden angerichtet. Bei der Nachbetrachtung der Sturmereignisse fiel auf, dass das Wurzelwerk kaum seitliche bzw. tiefergehende Wurzeln gebildet hat. Der Großteil der Wurzeln wurden im oberen Bodenhorizont gebildet. Da dieses Phänomen auch bei den acht verbliebenen Bäumen zu beobachten ist, wurde ein Gutacher beauftragt, eine Einschätzung über die Standsicherheit der Bäume abzugeben.

Leider hat sich herausgestellt, dass bei allen Bäumen mit der gleichen Ausbildung des Wurzelwerks zu rechnen ist. Durch die Versieglung der Flächen neben den Baumscheiben, wie auch die Nähe zum Straßenbaukörper, haben die Wurzel keinen ausreichenden Platz sich in die Breite bzw. in die Tiefe auszubreiten. Somit ist nicht auszuschließen, dass es bei weiteren Starkwindereignissen zu weiteren Baumwürfen kommen kann.

Hier bestünde nun die Möglichkeit, den Wurzelraum so zu verbessern, dass die die Bäume eine höhere Standfestigkeit erreichen. Bei dieser Maßnahme würden die Wurzelräume entsiegelt. Dies würde vertikal, wie auch horizontal erfolgen. Da sich in diesem Bereich sehr viele Ver- und Entsorgungsleitungen befinden, wäre dies alles nur in Handarbeit zu erledigen. Außerdem würden diese Maßnahmen mehrer Jahre dauern, in denen die Bäume immer wieder aufwendig geschnitten werden müssen um den Ausgleich zwischen Krone und Wurzel zu erreichen.

Die Kosten hierfür würden sich auf einen fünfstelligen Eurobereich belaufen und es besteht keine Garantie, dass die Bäume diese Behandlung überstehen werden.

Aus diesem Grund hat sich die Verwaltung für die Umsetzung der zweiten, vom Gutacher genannten Alternative entschieden. Im Herbst / Winter werden die Bäume gefällt und die Wurzeln ausgefräst. Natürlich ist es das langfristige Ziel, im ganzen Verlauf der alten Landstraße wieder Bäume zu etablieren. Hierzu wird ein Pflanzkonzept entwickelt und den Anwohner vorgestellt. Somit sollen schon im Vorfeld Konfliktpunkte ausgeschlossen werden.

Die ersten Nachpflanzungen sollen im Frühjahr 2016 durchgeführt werden.

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