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Erste Notfallsanitäter im Rhein-Erft-Kreis ausgebildet

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Erstmals im Rhein-Erft-Kreis sind staatlich geprüfte Notfallsanitäter an der Schule für Notfallmedizin und Rettungsdienst der Kreisstadt Bergheim ausgebildet worden. Die Prüfungskommission um den Vorsitzenden Herrn Herbert Böttger konnte die ersten Urkunden nach bestandener Prüfung aushändigen.

Ein neues Gesetz regelt seit 2014 den Einsatz von Notfallsanitätern im Rettungsdienst. Demnach ist der Notfallsanitäter nun ein anerkannter Ausbildungsberuf mit dreijähriger Ausbildungszeit und staatlicher Prüfung. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter unterscheidet sich in wesentlichen Teilen von der des Rettungsassistenten. Neben den anspruchsvolleren Ausbildungsinhalten enthält das Notfallsanitätergesetz auch Regelungen zur Durchführung von heilkundlichen und invasiven Maßnahmen, wie z.B. eine erweiterte Kompetenz in der Medikamentengabe, das Anlegen eines externen Herzschrittmachers oder die Durchführung einer Thoraxpunktion. Diese strukturell neuaufgestellte Ausbildung schafft somit eine Qualitätssteigerung und Verbesserung der präklinischen Versorgung von Notfallpatienten.

In einer Übergangszeit können sich bereits qualifizierte Rettungsassistenten, die länger als 5 Jahre aktiv im Rettungsdienst eingesetzt sind, in einem Ergänzungslehrgang auf die staatliche Prüfung zum Notfallsanitäter vorbereiten.

Nach mehreren Wochen der Vorbereitung durch Schulleiter Herbert Effertz und seinem Ausbilderteam, legten die ersten 8 Rettungsassistenten der Bergheimer Rettungswache vom 07. bis 09.07.2015 die Prüfung vor dem Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises ab.

Hier galt es im praktischen Teil, schwer Verletzte zu retten, Patienten mit Herzinfarkten nach den neuesten medizinischen Algorithmen zu versorgen und in ein geeignetes Krankenhaus zu bringen oder die unterschiedlichsten Krankheitsbilder richtig zu deuten und die adäquate Hilfe einzuleiten. Im mündlichen Teil wurde anatomisches Fachwissen ebenso wie die Kommunikation mit Patienten und Angehörigen oder anderen Fachdiensten geprüft.

Erfreut über die Leistung seiner Mitarbeiter zeigte sich auch der Leiter der Feuer- und Rettungswache Ralf Conen und ist sich sicher, dass der Weg für die weitere Ausbildung nun geebnet ist. Langfristig soll auf jedem Rettungswagen der Kreisstadt mindestens ein Notfallsanitäter eingesetzt sein.